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Sonne statt Lebertran

05.2011

Die schädliche Wirkung extremen Sonnenbadens ist unbestritten, allerdings zeigen aktuelle Studien, dass auch Sonnenentzug krank machen kann. Der Schlüssel liegt im Vitamin D, das durch Sonneneinstrahlung auf der Haut gebildet wird.

Vitamin D-Mangel führt zu einer verminderten Absorption von Kalzium und Phosphor in unserem Körper und kann so ernstzunehmende Gesundheitsprobleme wie Osteoporose und Rachitis. Forscher vermuten zudem einen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und verschiedenen Krebsarten.

Nach neueren Erkenntnissen kann ein ausreichender Vitamin D-Spiegel im Körper den Erkrankungsverlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Autoimmunerkrankungen günstig beinflussen. Schon fünfzehn Minuten Sonnenstrahlung deckt fast unseren gesamten Tagesbedarf an Vitamin D. Grund genug für einen regelmäßigen Spaziergang im Freien, zum Beispiel in der Mittagspause. Ganz wichtig: Möglichst viel Haut zeigen, damit die Sonnenstrahlen wirken können. Im Winter einfach etwas länger draußen bleiben.

Sonnenstrahlen sind unersetzlich

Vitamin D ist kein Vitamin im eigentlichen Sinn, sondern eher ein Hormon und damit das einzige Vitamin, das nur schwer über Nahrungsmittel aufgenommen werden kann. Durch Lebertran oder Fisch lässt sich der Vitamin D-Haushalt zwar aufstocken, das Potenzial der Sonne lässt sich dadurch allerdings nicht ersetzen.

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